Allgemein

Das Stadtradeln in Werne war einer voller Erfolg – gemessen am eingesparten CO2 und an den fahrradgefahrenen Kilometern.

Im letzen Jahr fuhr der RSC mit gut 20 Teilnehmern auf den 2. Platz in der Teamwertung. In 2019 waren 46 Teilnehmer vom RSC dabei und so landeten wir in der Teamwertung “Fahrradaktivstes Team absolut” mit 28.869 Kilometern auf dem ersten Platz. Gefolgt vom Team Aktive Werner mit 23.733 Kilometeren, wobei sich das Team Aktive Werner inbesondere aus Mitgliedern des ADFC zusammensetzte. Der ADFC als Mitorganisator des Werner Stadtradelns konnte dabei insbesondere mit seinen mittwöchlich angebotenen Touren viele Kilometer sammeln. Viele der von den RSC Vereinsmitgliedern gefahrenen Kilometer kamen ebenso durch die mittwöchlichen Trainings zusammen, wobei insbesondere das Anradeln der Teilnehmer zum Startpunkt als CO2-Vermeidung anzurechnen ist. Den Preis in der Teamwertung werden wir – wie schon im letzten Jahr – unter den Teilnehmern/innen des Stadtradelns auf unserer Jahresabschlussfeier verlosen! Viel GLück dann allen Fahrer/innen.

Der RSC stellt aber nicht nur den Sieger bei der Teamwertung – auch bei den Einzelfahrern mit den meisten Kilometern gab es einen Doppelsieg durch 2 RSCler – Daniel Schulte lag mit 1.604 Kilometern vor Bernhard Langanki mit 1.486 km. Und last but not least gab es einen RSCler, der sich in diesem Jahr aus der Teamwertung ausgeklinkt hatte und mit seiner Familie unterwegs war – die Familie Fleige gewann mit 1631 gefahrenen Kilometern die Teamwertung in der Kategorie Familie. Markus freute sich inbesondere, dass er seine Frau und seinen Sohn zum aktiven Kilometersammeln aktivieren konnte.

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Von einem fleißigem Guide, einem Tour de France Sieger und einem abgeräumten Küchenbüffet

Kaum zu glauben, aber uns stand heute die letzte Etappe bevor. Am Nachmittag erwartete man uns in Lytham St. Annes. Das Frühstück in unserer Unterkunft „Falcon Manor“ war für 7:30 Uhr angesetzt. Bis auf die üblichen Verdächtigen waren alle pünktlich zur Stelle. Ich werde jetzt kein Wort über das Frühstück verlieren, sonst denkt der ein oder andere noch, wir wären zum Essen unterwegs gewesen. Obwohl, zum Essen später mehr. Das Wetter war heute früh nicht ganz so gut. Der Himmel war bewölkt und es war mit 16 Grad recht frisch. Gegen Mittag klarte es auf und an der Küste schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel.

Die letzte Etappe wollten wir zusammen fahren, es gab keine Einteilung in Gruppen. Das Auto übernahmen Jürgen Hune und André Köchling. Sie sollten bis zum Ziel vorfahren und uns dann auf den Rädern entgegenkommen, damit wir alle zusammen radelnd an unserem Ziel ankommen. Die finale Etappe ging über 95 km und 824 Höhenmeter. Letztere waren ungleich verteilt. Die ersten 50 km bis 60 km ging es noch durch die Yorkshire Dales. Sieht man von der Deichauffahrt der Uferpromenade ab, steckten hier alle Anstiege und Abfahrten. Die Landschaft zeigte sich nochmal von ihrer schönsten Seite. Von Steinwällen begrenzte Wiesen und Weiden und baumlose Hochflächen. Schmale, kurvenreiche Straßen. Dabei mußte man jederzeit damit rechnen, daß sich die profilierte Straße nach der nächsten Kurve in eine giftige Rampe verwandelte.

Nach 35 km wurden wir schon erwartet. Adam, der Vorsitzende des Blackpool Clarion Cycling Club, hatte sich früh auf den Weg gemacht, um uns – wie verabredet – auf der letzten Etappe zu begleiten. Nach und nach stießen weitere Fahrer des Clubs hinzu.

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Direkt nach dem Treffpunkt ging es nochmal richtig steil und lang hinauf. Als wir auf der anderen Seite herunter fuhren, zeigte unser Guide auf ein Haus an der Straße und meinte, daß dort der mehrfache Olympiasieger, Weltmeister und Gewinner der Tour de France 2012, Bradley Wiggins, wohnen würde. Die Straße, die wir gerade herauf und herunter gefahren seien, wäre Teil seiner Trainingsstrecke gewesen. Es stand zwar ein Auto in der Einfahrt, zu sehen war der ehemalige Weltklassefahrer jedoch nicht. Das wäre ein schönes Foto geworden!

Kurze Zeit später ließen wir die Hügel hinter uns. Es wurde flacher und wir näherten uns der Küste. In Fleetwood war die Straße dann zu Ende. In einer Breite von vielleicht 500 Metern mündet hier der Fluß Wyre im Meer. Eine kleine Fähre verbindet die Ufer. Nach kurzer Überfahrt ging es auf den Rädern weiter.

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Immer der Promenade folgend gelangten wir nach Blackpool. Die Stadt gleicht am Ufer einem Rummelplatz mit Achterbahn, Riesenrad, Buden und Spielhallen. Es gibt sogar einen Turm aus Stahlstreben, der entfernt an den Eiffelturm erinnert.

Wir ließen Blackpool links liegen und fuhren auf der Promenade weiter nach Lythem St. Annes. Es ging direkt zum Rathaus der Stadt.

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Kurz und knapp: der Empfang war überwältigend. Eine Gruppe von fähnchenschwingenden Menschen vor dem Gebäude und die beiden Bürgermeisterinnen Angela Jaques und Viv Willder mit ihren schweren goldenen Amtsketten auf den Schultern sowie Tony Ford (Vorsitzender des britischen Partnerschaftsvereins) auf der blumengeschmückten Treppe des Rathauses.

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Und hier das offizielle Gruppenfoto der RSCler auf der Treppe zum Rathaus Lytham St. Annes:

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Freundlich geleitete man uns in einen Saal mit eingedeckten Tischen. An der Seite war ein reichhaltiges Küchenbüffet aufgebaut. Dazu gab es Tee, Kaffee und Fruchtsäfte. Nachdem wir uns das erste Mal am Küchenbüffet bedient hatten, begrüßten uns offiziell die Bürgermeisterinnen und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. Stefan und Frank bedankten sich in fließendem Englisch im Namen der Gruppe. Geschenke und Empfehlungsschreiben wurden ausgetauscht. Nach dem Ende des Empfangs versäumte André es nicht, die übrig gebliebenen Kuchen und Plätzchen einpacken zu lassen. Die stehen jetzt in den Kühlschränken unserer Pension. Der Abend endete mit Fish and Chips und ein paar Bier. Morgen marschieren wir bei einem Karnevalsumzug in Vereinsklamotten durch die Stadt.