Heute stellt Rolf Volmerg, Sportwart des RSC-Werne seine Natur- und Kultur-Tour vor.

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Seit 1981 bin ich im Verein und Sportwart, in den letzten Jahren wurden die Rad-Touren-Fahrten des RSC Werne von mir ausgearbeitet und betreut. Mit Mitte 60 möchte ich jetzt ein wenig kürzer treten und freue mich deshlab, in Daniel Schulte einen engagierten Nachfolger für diese Aufgabe gefunden zu haben. Mein gesamtes Engagement gehört zur Zeit der Rennabteilung, in der nicht nur meine vier Enkel, sondern auch andere gute Rennfahrer ihr Können bei den Rennen in Deutschland zeigen. Dank dem Verständnis meiner Frau Inge, kann ich meine „Radsport-Verrücktheit“ ausleben und verbringe viel Zeit mit den jungen Leuten bei Training und den Rennen.

Mit Freude sehe ich auch die Bemühungen unseres Jugendwartes Ralf Tschernoster, der am Freitag einen Anfängergruppe für Schüler und Jugendliche betreut, in der auch Mädchen ihre ersten Schritte im Radsport machen. Selber fahre ich noch pro Jahr ca. 15.000km bei Training und Radtouren.

In der Gruppe macht Radfahren besonderen Spaß, in Kürze werden ich mit Sportkameraden für eine Woche die Alpen mit dem Mountainbike erkunden.

Meine Tour für den geübten Radwanderer geht über 76km und führt führt über Wald- und Wirtschaftswege und ist deshalb nicht für Rennräder geeignet.

Für diese landschaftlich sehr schöne Tour sollte man einen ganzen Tag einplanen, denn die Tour führt sowohl an vielen Naturschauplätzen, als auch an interessanten Gebäuden vorbei.

Wir starten am Natursolebad durch den Kreisverkehr in die Steinstraße, links in die Burgstraße, rechts in den Roggenmarkt und am Stadthaus links auf die Bahnhofstraße die im Verlauf zur Capeller Straße wird. Nach ca. 5,5km geht es dann links in den Schwannenweg, wieder links in Am Dammbach, rechts und dann links Zum Brotacker und wir erreichen über Kattenbeck den Kreisverkehr in Südkirchen, gerade aus und dann links in die Oberstraße.

Südkirchen wurde 1030 als Pfarre zum ersten Mal urkundlich erwähnt und war während des 30ig jährigen Krieges von hessischen Truppen besetzt. Die Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1694.

Wir halten uns links und fahren über Obsen Richtung Selm, an der Funne und Haus Buxfort erreichen wir Selm. Hier fahren wir rechst in die Badestraße, am Freibad vorbei, schon im Jahre 1930 erbaut, da die Selmer Bürger nicht mehr so recht in der Stever baden wollten. 1995 wurde dieses Bad komplett renoviert und mit einer Kollektoranlage zur Warmwassergewinnung ausgestattet. Rechts in den Röhrweg, links,rechts, links in den Hügelweg und wir erreichen das Nordufer des Ternscher Sees.

Der See entstand in den 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts beim Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals. Nach der Legende sollen beim Aushub Bodenquellen angestochen worden sein, die dass Loch so schnell mit Wasser füllten, dass die Bauarbeiter ihr gesamtes Werkzeug zurücklassen mussten. Bei den Bauarbeiten zum Kanal fand man unter anderem auch Mammutstoßzähne .

Wir fahren die zweite links, erste rechts und halten uns links Richtung Kanalbrücke. Google Earth ist hier nicht aktuell, die Brücke ist fertig, wir überqueren diese rechts in den Benthof. Wir halten uns links und überqueren die Lüdinghauser Straße, jetzt fahren wir den Damm entlang der Alten Fahrt Richtung Olfen, den wir bei der ersten Möglichkeit rechts verlassen. Die Alte Fahrt ist der stillgelegte Teil des Dortmund-Ems-Kanals, hier sind historische Brückenbauwerke zu bewundern. Wieder sofort links und rechts, vorbei am jüdischen Friedhof erreichen wir die Steverauen. Entlang der Stever, vorbei an echten Eseln und lustigen Eselspielgeräten steuern wir die Aussichtsplattform der Aue an. Landstraße bei Tetekum

Mit Glück lassen sich hier Störche und Heckrinder beobachten, weiter geht’s an Wildpferden vorbei zum nächsten Storchennest. Hier konnte ich bei meiner letzten Tour im Mai zwei Störche beobachten. In der Luft segeln diese großen Vögel majestätisch dahin, eine besondere Augenweide für Naturfreunde.

Eine Übersichtstafel erklärt auch dem Städter den Reichtum der Natur in den Steverauen. Wer mag kann in Olfen eine Rast einlegen oder macht einen Abstecher zur „Füchtener Mühle“, wo man ebenfalls gut rasten kann.

Wir fahren von der Füchtener Mühle ein Stück zurück und biegen rechts in den Alten Postweg. Wir folgen diesem, bis zu einem Abzweig kurz vor Hullern im Wald, hier rechts und über dem Weg „An der Stever“ sind wir schnell am Hullerner See. Am See fahren wie links am Ufer bis zur Brücke und überqueren diese, dort ist direkt ein schöner Rastplatz. Ideal für Radwanderer mit Verpflegung im Gepäck.

Nach der Rast fahren wir rechts wieder am Ufer entlang und biegen links auf die Hullerner Straße, rechts in die Kökelsumer Straße und sofort wieder links Rekelsum Richtung Seppenrade. Rosenfreunde machen einen Abstecher in das Rosendorf, neben dem 13.000qm großen Rosengarten mit ca. 10000 Rosen lockt der historische Ortskern oder der bisher größte entdeckte Ammonit der Welt (70 Zentner schwer, Durchmesser 1,95m, 0,40m dick), der an der Dattelner Straße als Abguß steht. Das Original steht im Naturkunde Museum in Münster.

Unsere Tour führt uns vor Seppenrade rechts in die Seilerstraße, links Dorfbauerschaft und rechst kurz auf die B 474. Links Tetekum und über Tüllinghof und Ermerner Straße streifen wir Nordkirchen. Mit dem Westfälischen Versaille und dem schönem Ortskern, ist Nordkirchen sicherlich ein Muss für jeden Radwanderer. Es können zwei Möglichkeiten zur Weiterfahrt genutzt werden, wer nicht in Nordkirchen hält, fährt nördlich über in den Schmandpott, links in den Lietenweg, rechts Biefänger Weg über Altefeld Holz bis Capelle.

Besucher des Ortskerns und des Schlosses, fahren die Schlossstraße, zwischen Schloss und Ortskern, bis zur Münsterstraße und überqueren diese in die Alte Ascherberger Straße. Hier geht auf der Straße bis zum Altefeld Holz, hier rechts Richtung Capelle. In Capelle müssen wir ein kleines Wohngebiet passieren, dass bedeutet links, rechts, dritte links, rechts wieder rechts. Geschafft, wir sind am Sportplatz vorbei. Einfach gerade aus bis Am Dammbach, links bis zur Werner Straße. Wir biegen rechts ein und fahren über Capeller Straße zurück nach Werne. Die Werner Gastronomie bietet viele Möglichkeiten, die Tour angenehm bei guter Bewirtung ausklingen zu lassen.

Das Streckenprofil ist flach, mit ein paar flachen Wellen.

Geeignet für alle Räder, außer Rennrad.