Nach den in dieser Saison bereits gezeigten Leistungen und dem zweiten Platz beim Heimrennen am letzten Wochenende ging Jan Tschernoster vom RSC Werne am Sonntag in Nettetal als heißer Sieganwärter ins Rennen. Auf einem 2,2 Kilometer langen Rundkurs galt es insgesamt 33 Kilometer zu absolvieren. Die Streckenführung kam dem Werner durchaus entgegen. „Die Strecke gefällt mir wirklich gut. Es gibt keine allzu langen geraden und viele Kurven, also viele Möglichkeiten um einen Ausreißversuch zu starten“ so der RSCler vor dem Start.
Die ersten Runden wurden noch in relativ langsamen Tempo gefahren. Keiner der Fahrer wollte das Risiko eingehen in eine eventuelle Konterattacke zu geraten. Nach dem zweiten Zwischensprint wollte schließlich Jan die Chance nutzen und dem Feld davon fahren. Er musste jedoch bald feststellen, dass sein Hinterrad heute sehr begehrt war und er das komplette Feld mit sich zog. Auch ein zweiter Angriff wenige Kilometer später führte nicht zu dem erhofften Ergebnis. Mit seinem dritten Angriff konnte der Werner das Feld schließlich doch sprengen, die Spitzengruppe war mit sieben Fahrern aber immer noch recht groß, sodass es der Fahrer im Trikot des RSC nicht auf einen Sprint ankommen lassen wollte und nochmals antrat. Seine Begleiter rechneten mit einer solchen Taktik, weshalb sich Jan abermals nicht entscheidend absetzen konnte. Der RSCler musste sich also letztendlich doch auf einen Sprint dieser großen Gruppe einlassen. In guter Position liegend musste er in der letzten Kurve jedoch die längere Außenbahn wählen, wo er letztendlich die entscheidenden Meter die zum Sieg gereicht hätten liegen ließ. Trotz der schnelleren Endgeschwindigkeit wurde er „nur“ zweiter hinter Felix Richter vom RSF Oberberg.
„Mit dem zweiten Platz bin ich trotzdem zufrieden aber es war heute nicht einfach. Ich habe zwar ein paar Mal versucht wegzukommen, aber alle hingen an meinem Hinterrad.“ so Jan nach dem Rennen. Und mit einem Lächeln fügt er hinzu:“Es hat sich offensichtlich rumgesprochen das ich gerne mal versuche vom Feld wegzufahren, da ist es ja auch nur verständlich, dass da alle mitkommen wollen“.
Bereits am Mittwoch geht es für den Werner weiter. Dann fährt er im Vorprogramm der Tour de Neuss, bei dem die Zuschauer zahlreiche Profis von der eben erst beendeten Tour de France live erleben können.


