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Der RSC 79 Werne e.V. hatte zum feierlichen Jahresabschluss 2017 und zum traditionellen Schnitzelessen diesmal allerdings – aus bekannten Gründen – ins Hotel am Kloster eingeladen. 70 Mitglieder und Gäste kamen und ehrten die Vereinmeister/innen in den verschiedenen Disziplinen.

Die Veranstaltung startete mit einem REKORD:

Die Radtouristikabteilung des RSC stellte in 2017 mit 92.190 gefahrenen Kilometern einen neuen Rekord auf – soviele Kilometer wie noch nie! Und 11.818  km mehr als im letzten Jahr.

2017 für Kilometer 2016
Punkte Kilometer Diff abs. Diff % Punkte Kilometer
Frauen 331 10.183 2.308 29,3% 263 7.875
Schüler 63 1.809 625 52,8% 48 1.184
Männer 2.556 80.198 8.885 12,5% 2.212 71.313
Gesamt 2.950 92.190 11.818 94,6% 2.523 80.372

Vom Touristikwart Peter Derken wurde als Vereinsmeister bei den Männen (bei insgesamt 54 Startern) erneut Jürgen Teicher mit 156 Punkten und 5.069 Kilometern geehrt – vor Rainer Kröber mit 120 Punkten und 4.289 Kilometern. Auf den dritten Platz fuhr unser Trainings-Guide Martin Althaus mit 119 Punkten und 3.973 Kilometern. Jürgen und Rainer blieben unter ihrer Vorjahresfahrleistung, nur Martin verbesserte seinen Punkte und Kilometer. Die Reihenfolge blieb im Vergleich zum Vorjahr jedoch unverändert.

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Bei den Schülern gewann Luis Blaha mit 40 Punkten und 1.179 Kilometeder – tolle 678 km mehr als in 2016! Zweiter wurde Fabian Peplau mit 23 Punkten und 637 Kilometern.

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Bei der diesjährigen wiederum sehr starken Frauenwertung mit insgesamt 11 Starterinnen gewann in diesem Jahr Birgit Timmermann mit 69 Punkten und 2.589 gefahrenen Kilometern. Den zweiten Platz belegte die Vereinsmeisterin aus 2016 Monika Biermann – zwar auch mit 69 Punkten jedoch mit nur 1.919 Kilometern. Dieser Unterschied in den Kilometern erklärt sich dadurch, dass die Punktewertung bei den Countrytourenfahrten bei geringerer Kilometerzahl höher ist: Monika ist mehr CTFs gefahren, wohingegen Birgit nicht bei CTFs aber eben auf den langen Strecken über 100 km bei den RTFs gestartet ist und damit mehr Kilometeer auf ihrem Tacho stehen hatte. Auf den dritten Platz – mit etwas Abstand – fuhr Beate Tschernoster mit 39 Punkten und 918 Kilometern. Insgesamt positiv ist hier zu erwähnen, dass die Frauen zusammen mehr als 10.000 km gefahren sind und damit deutlich zur Rekordmarke des Jahres 2017 beigetragen haben.

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Die Rennradabteilung ehrte durch Frank Volmerg (unseren Vereinspräsidenten) als besten Rennradler Hannes Wulfert mit seinen tollen Erfolgen und vielen ersten Plätzen vor Frederik Volmerg und Fabian Peplau.

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Beim vereinsinternen Wettkampf über 4 Disziplinen  – dem RSC-Cup – dominierte erneut eine Familie: bei den Frauen gewann Anja Peplau und bei den Schülern U13 ihr Sohn Fabian Peplau. Bei den Männern musste sich die Familie geschlagen geben und Dirk Riechers den Vortritt lassen. In U19 Klasse gewann Fabian Schreiner. Und alle freuten sich – wie man sieht – über ein ananas-goldiges Sofakissen.

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Nun stehen wir vor der neuen Saison 2018 und wünschen uns für alle Abteilungen des Vereins ein ebenso erfolgreiches Jahr wie das vergangene.

Das Wetter war am 31.10.2017 etwas unbeständig. Über Tag war es bewölkt, windig aber trocken, gegen abend stellte sich dann leichter Sprühregen ein bei beständigem Wind. Was sollte das für unsere Dunkeltour bedeuten? Würden einige der angemeldeten Gruppen und Einzelpersonen die Anreise scheuen?

Wir haben uns dann doch sehr gefreut, dass sich zu den ca. 30 eigenen Vereinsmitgliedern weitere 30 Fahrer und Fahrerinnen gesellten, um die Dunkeltour bis zum Lippepark und zurück zum Sportzentrum im Dahl in Angriff zu nehmen. Ausgerüstet mit Helmleuchten, Lenkradleuchten sowie Rücklichtern machten sich insgesamt 3 Gruppen in unterschiedlichen Leistungsstärken auf den Weg – von der Gruppe “Red Bull” über die Gruppe “Coca Cola” bis zur Gruppe “Cappuccino” konnte man sich für verschiedene Durchschnittsgeschwindigkeiten entscheiden. Nach dem gestaffelten Start ab 18:30 Uhr ging es über die Lippe- und die Kanalbrücke in Hamm zum neuen Haldenzeichen – der orangen Spirale – in den Lippepark Hamm. Von der Spirale boten sich leuchtende Ausblicke auf die Umgebung und auf die nachfolgenden Gruppen, die mit ihren Lampen Perlenschnüren gleich die Wege durch den Lippepark nahmen. Insbesondere die Auffahrt zur Spirale bot ein leuchtendes Bild für schon oben Angekommenen. An der Spirale konnten sich die Fahrer/innen im böigen Wind bei Glühwein und Spekulatius etwas aufwärmen, bevor es dann nach einer Vorbeifahrt am Halloween-Haus in der Jägerstrasse wieder auf den Rückweg nach Werne ging.

Im Vereinsheim der Eintracht Werne bestand dann nochmal die Möglichkeit bei Erbsensuppe, Wurst und kalten Getränken sowie im Austausch von Radlerlatein und sonstigen Heldengeschichten die Tour Revue passieren zu lassen. Danke hier nochmal an die Mannschaft des Vereinsheims, die uns immer hervorragend bewirtet!

Ein paar Eindrücke – wenn manche auch etwas blenden – mit Dank an Martin Temmann:

Auch in diesem Jahr kan der RSC Werne bei seinem Heimrennen, dem Poco-Cup einen Sieger aus den eigenen Reihen feiern:

Hannes Wulfert gewinnt das U-17 Rennen – nach einigem Hin und Her im Rennlauf, kann er doch mit einem klaren Vorsprung als Erster durch`s Ziel auf der langen Geraden in Werne fahren.

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Und dies nach einer ganzen Reihe von Erfolgen in den letzten Wochen.

Insbesondere der Sieg in Münster-Hiltrup beim Traditionsrennen “Rund um die Marktallee” am 23.06.2017 ist hier zu erwähnen:

Aber auch zwischen Münster und Werne ist Hannes noch einige Rennen gefahren, mit guten Ergebnissen – hier die Übersicht aus rad-net:

Hannes

 

 

Frederik Volmerg- Rennfahrer des RSC Werne und Mitglied im Embrace-the-World-Team – startet mit eben diesem Team bei der Tour de Guyane in Südamerika. Hier berichtet er, wie es ihm und seinem Team auf dieser Reise auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans ergeht. 

Facebook blog von Embrace the world!

Letzter Bericht – après la dernière etape.

Die Tour de Guyane liegt nun hinter mir und es ist wohl an der Zeit, ein persönliches Fazit zu ziehen. Die letzten Renntage waren noch mal sehr anstrengend und aufgrund unserer offensiven Teamtaktik war ein weiteres persönliches Top 10-Resultat nicht mehr drin. Schließlich schielt ein Rennfahrer nach einem 4. Platz (auf Etappe 6) schon mal Richtung Podium. Allerdings war die Devise Gruppen zu besetzen und das Rennen hart zu machen und meine Gruppen erreichten nie das Ziel. Diese Taktik machte uns zu einer Art Publikumsliebling und nach dem Zieleinlauf gestern waren unsere Flaschen, Trikots, Nummern und Fotos mit uns sehr begehrt. Zum Ergebnis lässt sich sagen, dass wir das Trikot der Kombinationswertung gewonnen haben. Der Punktestand errechnet sich aus den Platzierungen aus den Zwischensprintwertung, der Punktewertung und der Gesamtwertung. Außerdem einige schöne Tagesresultate und vor allem eine aufopferungsvolle Teamfahrweise runden dieses Rennen für mich ab.

Die Begeisterung der Radsportfans hier in Französich-Guyana wird mir nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Jetzt steht noch ein gemütliches Frühstück an (Vielleicht sogar mal Ei und Käse, statt 3000 Kalorien in Haferflockenform). Danach wird es Zeit, die Räder einzupacken und um 14 Uhr kommt Thiago (der beste Busfahrer der Welt) und bringt uns zum Flughafen. Wir landen wohl um 7 Uhr Ortszeit in Paris und schaffen es hoffentlich vor 9 über die Pèriphérique um den Berufsverkehr zu umgehen, damit wir gegen Nachmittag wieder in heimatlichen Gefilden sind. Dann beginnt das Auspacken, Waschen und die Wartung des Rads. In zwei Wochen geht es dann erneut nach Frankreich zur Tour de Moselle. Die ist allerdings nur drei Tage lang und wir können mit dem Auto anreisen.

Nach anstrengenden und spannenden 12 Tagen also ein herzliches „Au revoir“ und „Merci“ für Lesen und vielleicht auch Schauen im Internet,

Frederik.

P.S.: Da wir – das Team Embrace the World – ja nicht nur eine Spaßveranstaltung sind, spenden wir 10% unserer nicht unerheblichen Preisgeldsumme. Wofür genau steht noch nicht fest, aber wer sich zu unserem Spendenprojekt informieren mag, dem sei noch mal unsere Homepage ans Herz gelegt (www.embracetheworld-cycling.com) und wessen Interesse am Radsport allgemein geweckt ist, ist hier auf unserer Seite gut beraten.

Auf Facebook unter Vélo Antillo-Guyanaise kann man die Tour noch mal Revue passieren lassen – insbesondere mit dem spannenden Sprintvideo der 7. Etappe, wo der l´Allemand Julian Hellmann noch kurz vor dem Ziel in Führung liegt und sich dann auf den letzten Metern noch geschlagen geben muss und am Ende den 5. Platz einfährt.

Der Teamkapitän Julian Hellmann landete in der Gesamtwertung auf dem 4. Platz und Frederik schaffte es auf den 47. Platz – nach 9 spannenden Etappen auf der anderen Seite des Atlantiks.

Danke an Frederik für die spannenden Berichte!

Frederik Volmerg- Rennfahrer des RSC Werne und Mitglied im Embrace-the-World-Team – startet mit eben diesem Team bei der Tour de Guyane in Südamerika. Hier berichtet er, wie es ihm und seinem Team auf dieser Reise auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans ergeht. 

Unter dem Dröhnen des Hubschraubers – Bericht nach Etappe 6

Es ist viel passiert seit meiner letzten Gelegenheit etwas zu schreiben. Heute haben wir den Morgen frei und ich versuche mal einen Überblick über die letzten Tage und einen Einblick in die tägliche Routine zu geben.

Etappe Nummer 5 lief nicht gut für uns. Julian verlor seinen vierten Platz in der Gesamtwertung, und unser Tagesresultat war ebenfalls nicht der Rede wert. Gestern besannen wir uns dann aus die Tugenden mit denen wir die Tage davor gut gefahren sind. Offensive, Offensive, Offensive. So schaffte Julian den Sprung in die Gruppe des Tages und wir mausern uns langsam zum Lieblingsteam des lokalen Fernsehens. Die Gruppe um Julian wurde 20 km vor Ziel gestellt. Im Endspurt konnte ich mich durch das Durcheinander kämpfen und auf Platz vier sprinten.

Hier geht es zum Classement der 6. Etappe! Glückwunsch an Fred!

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Foto aus www.franceguyane.fr

So viel zum Renngeschehen der letzten Tage. Wie der Titel bereits sagt, macht man sich bei Rennen im Fernsehen keine Vorstellung davon, wie laut so ein Hubschrauber eigentlich ist, vor allem wenn er drei Stunden über dem Feld kreist. Dennoch ist es sehr erfreulich wie viel Resonanz dieses Rennen hier erfährt und wie gut es von der Bevölkerung aufgenommen wird.

Das erleichtert die tägliche Routine erheblich. Im Prinzip stehen wir jeden Tag um 6 Uhr auf und gehen zum Frühstück. Dort wird soviel Essen reingeschaufelt wie eben drin bleibt, was im Zusammenhang mit der Uhrzeit kein Vergnügen ist. Dann wird das Gepäck in den Bus geschafft, und zum Start gerollt. Nach der 4 stündigen Etappe wird 15 Minuten ausgerollt und etwas Luft geschnappt. Dann wird im Zielort wieder gegessen und die Räder auf den LKW geladen. Dann geht es im Bus zum Hotel, wo nach einer Dusche das Rad gewartet werden muss, Judith die Trinkflaschen putzt und ich meine Trikots einmal kurz wasche. Dann ist meist Zeit für das Abendessen und die anschließende Teambesprechung. Dann heißt es packen für den nächsten Tag und die Kleinigkeiten wie die Nummer anpinnen, damit man möglichst lange schlafen kann.

Ich hoffe dieser kurze und mit Sicherheit unvollständige Einblick in das Rundfahrtleben vermittelt einen ungefähren Eindruck wie es hier zugeht.

A bientôt,  Fred

Frederik Volmerg- Rennfahrer des RSC Werne und Mitglied im Embrace-the-World-Team – startet mit eben diesem Team bei der Tour de Guyane in Südamerika. Hier berichtet er, wie es ihm und seinem Team auf dieser Reise auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans ergeht. 

Bericht numéro trois – nach 3 Etappen!

Heute schwingt ein wenig Enttäuschung in meiner Betrachtung der gerade absolvierten Etappe mit. Die erste Rennstunde verlief wieder recht aktiv und ich schaffte es in eine vordere Gruppe. Allerdings war der 7. der Gesamtwertung ebenfalls anwesend. Aus diesem Grund gewährte uns die Mannschaft des gelben Trikots nie mehr als 30 Sekunden Vorsprung. Zurück im Peloton widmete ich mich der Aufgabe Julian aus dem Wind zu halten und eine Runde Flaschen zu holen. Bei Kilometer 75 erwischte mich dann das Pech. Ob es an meiner Rückennummer 13 liegt, möchte ich nicht spekulieren. Da unser Team Auto gerade Leon in der Spitzengruppe verpflegte, musste ich den neutralen Materialservice in Anspruch nehmen. Die Schaltung lief mehr schlecht als recht und der Weg durch die Wagenkolonne war gelinde gesagt abenteuerlich und nicht mit dem wohlgesitteten Dahingleiten aus dem Fernsehen zu vergleichen. Am Ende war ich nicht mehr in der Lage in den Sprint einzugreifen, auch weil ich die Anfahrt auf dem dicksten Gang zurücklegen musste und nicht mehr den „Bumms“ für die letzten Meter hatte. Trotzdem konnten wir 2-3 Fahrer (Ergebnis steht noch aus) unter den Top 10 platzieren. Nach einem reichhaltigen Mittagessen genieße ich mit Judith (ja, meine Freundin gibt den Mechaniker) die spärliche Freizeit am Pool. Deswegen soll es das für heute auch gewesen sein.

A demain,  Fred

Hier gibt es den Link zum Classement

und so fährt Frederik konzentirert am Abzweig nach Cacao vorbei:

http://www.franceguyane.fr/images/2017/08/21/4962af911f97a6a89de31792571a57e4.jpg

 

Die Tour de Guyane wird im Fernsehen übertragen mit Hubschrauberaufnahmen und begleitendem Fachgespräch – wer mal reinschnuppern möchte, kann sich über den folgenden YouTube-Film informieren: TV1 Guyane France

Die 3. Etappe endete mit einem “Victoire guyanaise de Terry Tsang Yee Moï à Sinnamary”.

 

 

 

 

Der August fährt sich gut für Fabian Peplau – er startet durch bei den Schülerrennen.

Am 6.08.2017 fährt er beim großen Preis von Bochum Wiemelhausen auf den 3. Platz.

BochumWiemelhausen20170807_Fabian

und beim BSR Radsporttag 2017 in Stolberg Breinig am 19.08.2017 wiederholt er seinen Erfolg!

 

Stolberg20170819_Fabian

Beide Male muss er sich Jesper Linus Schmidt und Isabell Oepen geschlagen geben, die sich allerdings auf dem 1. und 2. Platz abwechselten.

Damit kommt Fabian jetzt auf 1 Sieg und 16 Platzierungen für das Jahr 2017 und hier findet man alle Ergebnisse auf rad-net!

Glückwunsch auch an Patrick Naber (startend für das Rennteam des RSV Dortmund Nord), er fährt  in der C-Klasse auf einen zweiten Platz beim Großen Erdinger Preis 2017 in Bellheim am 13.08.2017.

Schönes Video auf You Tube! Ab Minute 8 sieht man Patrick bei der Preisverleihung!

 

Frederik Volmerg- Rennfahrer des RSC Werne und Mitglied im Embrace-the-World-Team – startet mit eben diesem Team bei der Tour de Guyane in Südamerika. Hier berichtet er, wie es ihm und seinem Team auf dieser Reise auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans ergeht. 

Bericht numéro deux – nach 2 Etappen!

Heute finde ich endlich mal die Zeit zwischen den hektischen Renntagen ein paar Zeilen zu schreiben. Es liegen zwei mehr oder weniger erfolgreiche Tage hinter uns. Am ersten Tag stand eine flache 140 km Etappe in der brütenden Schwüle eines tropischen Nachmittags auf dem Programm. Dank unseres aktiven Akklimatisierungsprotokolls (2 Stunden Strand gefolgt von 1,5 Stunden auf dem Rad mit einigen Belastungen) waren wir jedoch gut vorbereitet. Der Beginn des Rennens war sehr hektisch, doch wir fanden uns gut zu recht und so konnten wir Julian in der Spitzengruppe des Tages platzieren. Er beendete die Etappe auf dem vierten Rang und ich konnte aus dem Hauptfeld noch den 15. Etappenplatz erreichen.

Für heute haben sich die Veranstalter etwas Besonderes ausgedacht – 2 Halbetappen an einem Tag. Es galt zunächst die bergigste Etappe der Rundfahrt mit Start in Cacau über 91 km zu absolvieren. Die erste Rennstunde war brutal, gerade für mich als Sprinter. Die Dschungellandschaft jedoch bot eine beeindruckende Kulisse für das Rennen. Julian schaffte abermals den Sprung in die Spitzengruppe, diese wurde jedoch kurz vor dem Finale aufgefahren und wir schafften es nicht über Platz 17 und 18 hinaus. Am Nachmittag stand dann das erste Einzelzeitfahren über 15 km an. Für unseren Kapitän Julian galt es seinen Top 10 Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen, was auch gelang. Für mich war es eher eine halb-ernste Angelegenheit. Es galt vielmehr Kräfte zu sparen und im Zeitlimit anzukommen, was sich als problemlos herausstellte. Diese zwei Halbetappen an einem Tag sind immer ein logistischer Aufwand für Fahrer und Betreuer. Gerade bei Rennen in Übersee, wo viele Teams nur zwei Betreuer dabei haben, stellt sich die Frage nach dem Sinn, vor allem wenn auch noch die schwerste Etappe der Rundfahrt am morgen stattfindet. Positiv ist jedoch anzumerken, dass für die Mittagszeit vom Veranstalter für Essen und Unterkunft gesorgt wurde. Generell kümmert man sich hier sehr gut um uns und ich habe schon viele Bekanntschaften mit sehr sympathischen Menschen gemacht, allen voran mit unserem Busfahrer.

Morgen geht es über 150 flache Kilometer von Cayenne nach Sinnamary. Vielleicht kann ich dann im Sprint mal etwas glänzen, auch wenn der Fokus wohl eher auf der Gesamtwertung und damit auf unserem Kapitän Julian liegt.

A bientôt,  Fred

Berichterstattung auf Facebook: Tour de Guyane

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Frederik Volmerg- Rennfahrer des RSC Werne und Mitglied im Embrace-the-World-Team – startet mit eben diesem Team bei der Tour de Guyane in Südamerika. Hier berichtet er, wie es ihm und seinem Team auf dieser Reise auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans ergeht.  Heute – am 19.08.2017 – startet die Tour – die insgesamt über 9 Etappen inklusiver 2 Zeitfahren (diese werden zusätzlich zu einer Tagesetappe gefahren) geht – die letzte Etappe findet dann am Sonntag, den 27.08.2017 statt. Wir wünschen ihm dabei viel Erfolg und spannende Erlebnisse.


Tour de Cycliste Guyane Tag 1 und 2 oder auch: zwischen Müdigkeit und Spektakel

Eine Rundfahrt in exotischen Gefilden bedeutet in erster Linie Vorbereitung und effizientes Packen. Das beginnt beim eigenen Fahrrad, geht über Sportlernahrung und Haferflocken bis zu Sachen wie Sonnencreme und Zahnpasta. Die eigentliche Rundfahrt beginnt also schon daheim.

Das Besondere an dieser Rundfahrt in Französisch-Guyana ist die kumulierte Reisezeit (8 Stunden Auto bis Paris + 9 Stunden Flug bis Cayenne). Dennoch verlässt man Frankreich nicht und genießt Annehmlichkeiten, wie die Währung (Euro), mobiles Netz (EU-Roaming) und das Ausbleiben der Sprachbarriere.

Nach einem recht komfortablen Flug mit AIR France (ebenfalls ein Sponsor des Rennens) wurden wir in unser fast schon Luxushotel gebracht, an dessen Pool ich nun diesen Bericht verfasse. Im Hotel stand erst mal Räder aufbauen und Taschen auspacken auf dem Programm. Danach begaben wir uns auf eine kleine Erkundungstour mit dem Rad, um die Beine vom Flug zu befreien. Um 18:30 Ortszeit (23:30 Uhr in Europa) wurden wir zur offiziellen Teampräsentation abgeholt, wo viele Reden gehalten wurden, lokale Musiker auftraten und Fotos und Interviews gemacht wurden. Das Ganze war sehr professionell und ein großes Spektakel. Allerdings forderte die lange Reisezeit und der Jetlag nun langsam ihren Tribut. Alle wurden müde und hungrig und so ging es zur allgemeinen Erleichterung ins Hotel zum Abendessen. Hier stellte sich heraus, dass der Koch es nicht gewohnt ist, für Radfahrer zu kochen. Aber mit etwas Geduld sind wir alle satt geworden und dann ging es todmüde um 23:00 Uhr Ortszeit (4 Uhr morgens in Europa) ins Bett, wo mir dann auffiel, dass ich seit 48 Stunden weder richtig geschlafen noch gegessen hatte. Mein erster Eindruck ist, dass das Niveau, sowohl der europäischen Fahrer, als auch der südamerikanischen Fahrer sehr hoch ist. Die Stimmung im Team ist gut und ich werde die Truppe in den nächsten Berichten bei Gelegenheit vorstellen. Bis dahin ein herzliches „Salut“ aus einer tropischen Enklave Frankreichs .

Hier ein paar Infos zur Tour:

Tour de Cycliste France-Guyane dans le peloton

oder hier:

Wikipedia zur Tour de Guyane 2017

 

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Gruppenfoto BRT 2017

Das Bundesradsporttreffen 2017 in Hannover vom 23. – 29.07.2017 war für den RSC Werne ein Highlight! Trotz Unwetter und Überschwemmung (so viel, dass am Dienstag die Touren komplett abgesagt wurden) hatten wir in dieser Wochen auf den Touren, im Start und Ziel und auch beim gemeinsamen Ausgehen viel Spaß!

8 Vereinsmitglieder starteten mit einer Anfahrt zum BRT nach Hannover. Ein erster Treffpunkt für alle war dann am Samstag Nachmittag, 22.07.2017 der Start/Ziel-Ort am Landessportbund in Hannover. Die ankommenden Fahrer wurden von den mit dem Auto angereisten RSCler/innen und auf der Bühne des BRT von den Moderatoren herzlich willkommen geheißen.

Am Sonntag, den  23.7.2017, starteten 20 RSCler/innen auf die ersten Touren des BRT 2017. Wir starteten im leichten Regen, aber nach ca. 1 Stunde kam der blaue Himmel durch und die Deisterüberquerung auf der 111 km Runde konnte im Trockenen absolviert werden.

Am Montag, den 24.07.2017, starteten wir im Trockenen in Richtung Wedemark – und der RSC Werne war v0m Veranstalter, dem Radsportbezirk Hannover, gebeten worden, die Teilnehmer/innen der RTF-Touren gemeinsam mit der Polizei aus der Stadt zu eskortieren. 18 RSCler/innen fuhren dem großen Tross der 600 Teilnehmer/innen zusammen mit der Motorradeskorte der Polizei  voraus und übernahmen nach Aufforderung durch die Polizei die Absperrung der Seitenstraßen. Wenn der Tross dann die Seitenstraßen passiert hatte, mussten die RSCler/innen mit großem Tempo wieder zur Spitze aufschließen, um nächste Sperrungen zu übernehmen. Dies war wirklich eine spannende Aufgabe, die wir gerne übernommen haben. Nach der Freigabe der Strecke durch die Polizei konnten dann alle Fahrer nach eigenem Tempo und Streckenwunsch fahren. Allerdings setzte ab 10:30 Uhr ein Dauerregen ein, der bis zum Ziel und darüberhinaus anhielt. Wir waren alle bis auf die Socken durchnässt, so dass die Wasserfontänen des Hinterrads vom Vordermann auch keinen Unterschied mehr machten.

Am Dienstag, den 25.7.2017 entschied sich dann der Veranstalter dafür, aufgrund des Dauerregens und der damit einhergehenden Unwetterwarnungen, alle Touren abzusagen – und dies war sicher eine richtige Entscheidung, wie wir selbst an den Überschwemmungen und gesperrten Straße der nächsten Tage sehen konnten.

Am Mittwoch, den 26.07.2017, regnete es morgens noch leicht, so dass der Start auf 10:00 Uhr verschoben wurde. Aber dann hatte der Wettergott ein Einsehen und die Tour konnte ohne Regen gestartet werden. Diesmal hatte sich der Veranstalter besondere Verpflegungshighlights ausgedacht, so konnten alle Starter/innen auf der 100 und der 150 km Distanz eine warme Hochzeitssuppe auf der Kontrolle in Eicklingen genießen. Aber auch sonst boten die Kontrollen hervorragende Verpflegung – frisches Obst und Gemüse in vielen Variationen, geschmierte Brote mit Garnitur, Smoothies und Energie-Drinks, Kaffee, Cola, Gummibärchen, Plätzchen, ………. Alles was das Radler-Herz begehrt, wurde hier erfüllt. Die Stärkung tat immer gut, für alles was man noch vor hatte!!

Am Donnerstag, den 27.07.2017, ging es dann hoch zur Marienburg, ein knackiger Serpentinenanstieg, der mit einer wunderschönen Einsicht in die Marienburg (Sommerresidenz der Welfen, dem ältesten Fürstenhaus Europas) belohnt wurde. Im Wind kämpften sich die RSCler/innen davon zurück an den Start, um im Rahmenprogramm des BRT beim Table-Quiz rund um den Radsport auch noch Punkte zu sammeln. Im Stechen konnte das Team des RSC dann den Sieg davon tragen, da die Anzahl der nachträglich wegen Doping gesperrten Radsportler bei der Tour de France 1998 richtiger geschätzt wurde als vom 2.-Platzierten.

Am Freitag, den 28.07.2017, führten die Touren zum Steinhuder Meer. Aufgrund der Überschwemmungssituation der Leine und der Ihme musste der Veranstalter eine Streckenänderung vornehmen, die anstelle der Radwege entlang der Flüsse eine Ausfahrt über die Stadtstrassen nötig machte. Der RSC Werne wurde erneut gebeten, die Stadtausfahrt zu begleiten. Die Führung erfolgte im geschlossenen Verband – mit bis zu 70 Radfahrer/innen in einer Gruppe, bis das Stadtgebiet mit Straßenbahnschienen und Ampeln verlassen war. Das Steinhuder Meer überraschte als touristische Örtlichkeit mit Strandbadcharme – sicher auch mal ein Besuch ohne Fahrrad wert. An diesem Tag musste der Veranstalter  noch weitere Umleitungen einplanen, da auch südlich des Steinhuder Meeres die Überschwemmungen das Passieren von einigen Strassen und Brücken unmöglich gemacht hatten – Radhinweisschilder ragten nur noch knapp aus dem Hochwasser hinaus. Also fuhren wir am Kanal entlang, der zwar auch sehr, sehr voll war, aber eben noch nicht die Ufer übertreten hatte. Am Ziel wartete dann ein erneutes Quiz auf den RSC Werne – Musiktitel erraten – auch hier konnte die Teamleistung wieder überzeugen.

Am Samstag, den 29.07.2017, starteten dann die 16 verbliebenen RSCler/innen gemeinsam in die letzten Touren des BRT 2017. Das Wetter sollte diesmal beständig sonnig sein und es hielt was es versprach. Bis zum Rattenfänge nach Hameln ging die großte Tour – mit leichten Wellen wurde die Runde überstanden, um dann im Ziel an der Ehrung im Rahmen der Vereinswertung des BRT teilzunehmen. In den letzten beiden Jahren – in Boltenhagen und Bonn – hatten wir immer dem 6. Platz belegt. Konnten wir uns in diesem Jahr verbessern und welchen VEreinen mussten wir uns geschlagen geben?

Aufgrund des ausgefallenen Tourentages kamen in diesem Jahr insgesamt nicht so viele Kilometer zusammen, allerdings konnten wir unsere Vereinsleistung unter Beteiligung von einigen Mitgliedern des SC Capelle von 8.455 auf 9.786 km steigern. Dies lag vor allem Dingen daran, dass viele Starter/innen die langen Strecken gefahren sind und aufgrund der größeren Teilnehmeranzahl, die sich für eine ganze Woche Hannover entschieden hatten, wurden letztlich mehr Kilometer gefahren. Einen eindeutigen BRT-Vereinsmeister unter den RSC-Fahrer/innen ist dies Jahr allerdings nicht auszumachen, insgesamt gab es mit Ottmar Ulrich Neuhaus, Martin Althaus und Martin Temmann, 3 Fahrer, die die maximal mögliche Kilometeranzahl von 685 km (ohne Marathon) über die 7 Tage in Hannover erreichten. Luis Blaha als unser jüngster Teilnehmer startete jeden Tag auf der mittleren Strecke (mit Längen zwischen 70 und 85 km) und kam zum Schluß auf die tolle Leistung von 458 km.

In der Vereinswertung landeten wir mit 5 Tagen, die in die Wertung kamen, dann schließlich auf dem 4. Platz und mussten uns nur dem Wiederholungssieger RSC Schwalbe 08 Eilendorf, der RK Solidarität Gera und den Radsportfreunden Münster geschlagen geben.

Platzierung BRT 2017

Vielen Dank an die Veranstalter vom Radsportbezirk Hannover und die angeschlossenen Vereine, die uns – trotz Schäden aus sogenannter “Höherer Gewalt” -  ein stimmungsvolles und interessantes Bundesradsporttreffen ermöglicht haben. Danke an alle ehrenamtlichen Helfer, die diese Woche zu dem Highlight gemacht haben, das wir genießen konnten.

Das BRT in Hannover hat uns allen sehr viel Spaß gemacht, es wurde viel Radlerplausch gehalten. Und das BRT ist immer eine sportliche Herausforderung und zwar für jeden nach dem eigenen Leistunngsvermögen, aber wenn man dann gemeinsam gegen den Regen und den Wind kämpft, schafft man es auch eigene Grenzen zu überwinden. Es war wieder mal ein schönes Miteinander für unser Vereinsleben. Wir freuen uns auf das BRT 2018 in Langenselbold!!